Somali und Abessinier of Slyfox

 


Hier finden Sie ausführliche Informationen zu folgenden Themen:

  • Ernährung
  • Unsere Abgabe-Infos
  • Wie entsteht der Preis eines Kitten?
  • Erbkrankheiten der Somali & Abessinier
  • Ausstellung


Ernährung


Immer wieder werden wir von Interessenten nach der Ernährung unserer Katzen gefragt. Warum denn kein Trockenfutter und warum dies und das nicht als Dosenfutter? Ganz einfach! Kein Mensch würde seinem Kind eine riesige Schüssel voll mit Pommes Frites hinstellen, woraus es sich, Tag ein Tag aus, sein Leben lang nach Herzenslust bedienen kann. Es wäre ungesund, einseitig, macht dick und entspricht nicht der Ernährung, die ein junger Mensch braucht, um sich körperlich gut zu entwickeln. Wir nehmen die Verantwortung für unsere Katzen sehr ernst und wollen das Bestmöglichste für sie tun. Die gesunde Ernährung ist das A und O für eine gesunde Entwicklung. Mit ihr werden die Weichen für ein langes und gesunden Leben gestellt. Dies gilt für Menschen genauso wie für unsere Tiere. Sicher könnte ich hier einen Vortrag über Ernährung halten, dies würde jedoch den Rahmen sprengen. Also appelliere ich an den gesunden Menschenverstand.

Dass Katzen Fleischfresser sind, dürfte jedem bekannt sein. Daher kann Futter mit 4% Fleisch nicht annähernd gesund und natürlich sein. Je mehr Fleisch und je weniger Zusätze (künstliche Vitamine, Mineralstoffe, Geschmacksverstärker, etc.) umso besser für unsere Samtpfoten. Der Gemüse- und Pflanzenanteil sollte unter 5% liegen. Das Beste wäre sicherlich die Katzen zu barfen (bedarfsgerechte Rohfütterung). Leider ist das nicht jedermanns Sache. Auch wir schaffen es nicht immer, schon aus zeitlichen Gründen. Trotzdem bekommen sie regelmäßig rohes Fleisch, welches sie nur zu gerne annehmen.


Dass unsere Lieblinge unsere Zivilisationskrankheiten wie Diabetes, Lebensmittelunverträglichkeiten, Herz- und Gelenkerkrankungen, Nierenleiden und Fettleibigkeit, und viele mehr, mit uns teilen ist längst bekannt. Es liegt an uns, dem so gut wie möglich entgegen zu wirken. Hier möchte ich Ihnen das Schwarzbuch "Katzen würden Mäuse kaufen" ans Herz legen.

Gerne beraten wir Sie ausführlich zu allen Fragen, die zur Ernährung der Katze auftreten sollten. Unsere Kitten bekommen von uns einen ausführlichen Futterplan mit ins neue Zuhause.

Zu guter Letzt noch ein paar Zeilen zum Thema Trinkwasser. Immer wieder sehe ich, dass die Wassernäpfe, kaum größer als ein Vogelschälchen, sauber zwischen den Futternäpfen stehen. Alles möglichst dicht zusammen. Es soll wenig Platz vergeudet werden und die Katze muss nicht weit laufen, um alles zu erreichen. Der Natur der Katze entspricht dies aber keineswegs. Kein Wunder, dass diese Katzen oft viel zu wenig trinken. Möglichst große Näpfe, die natürlich täglich gereinigt werden, weit vom Futter entfernt aufgestellt, sind sinnvoller. Bei uns sind 9 große Wassernäpfe im ganzen Haus verteilt, an Stellen, die die Katzen oft passieren.


Unsere Abgabe-Infos


Leider kann es immer mal vorkommen, dass man sich von einer geliebten Katze trennen muss. Sei es, dass die Katze durch Kastration in der Rangordnung ganz nach unten rutscht und mit der Situation nicht klar kommt, oder sich zwei Tiere einfach nicht verstehen und es dadurch in der Gruppe immer wieder zu erheblichen Unruhen kommt. 

Manchmal ist für ein Jungtier noch nicht das richtige zu Hause gefunden worden und es bleibt deshalb länger. Man muss sich aber trennen, damit die Gruppe nicht zu groß wird. 


Es fällt uns sehr schwer, uns aus oben genannten Gründen, von einem unserer Lieblinge zu trennen. Aber manchmal muss es zum Wohle der Katze sein. Da unsere Katzen in der Gruppe leben und aufwachsen, würden sie die Gesellschaft von Artgenossen vermissen. Aus diesem Grund geben wir sie nicht in Einzelhaltung ab. Auch ungesicherten Freigang lehnen wir ab.


Wie ensteht der Preis eines Kitten?


Nicht wenige Interessenten wundern sich über den vergleichsweise hohen Preis einer Rassekatze. Deshalb wollen wir versuchen darzustellen, wie dieser Preis zustande kommt.


Schon vor der Zucht fangen die Kosten an:

  • Anschaffung einer guten Zuchtkatze

850,- bis zu 2000,-

  • Futter (wir füttern nur hochwertiges Futter)

200,- pro Jahr (je Katze)

  • Katzenstreu, Kratzbaum, Spielzeug

200,- pro Jahr

  • Tierarzt, Impfungen, Entwurmungen

100,- pro Jahr (je Katze)

  • Tests (z.B. PL, rdAc-PRA, PK)

100,- pro Jahr

  • Ausstellungen, Gebühr und Anfahrt

70,- pro Tier und Ausstellung

  • Vereinsbeitrag

20,- pro Jahr


Meist hat man im ersten Jahr schon mal mindestens 1500,- ausgegeben. Bei zwei oder mehreren Zuchttieren erhöhen sich die Kosten dementsprechend.


Nun kommen die Kosten für den Nachwuchs bis zum Verkauf dazu:

  • Deckgebühren und Anfahrt zum Kater

300,- bis 600,-

  • Test der Mutterkatze (FeLV, FIP)

20,-

  • Mehrbedarf an Futter der werdenden Mutter 

40,-

  • Utensilien für die Geburt

20,-

  • Futter, Streu und Spielzeug der Kitten

100,- je Jungtier

  • Tierarzt, Impfung, Entwurmung

100,- je Jungtier

  • Mikrochip, EU-Heimtierausweis

50,- je Jungtier

  • Stammbaum

13,- je Jungtier

  • Kitten-Care-Paket (Futter, Spielzeug, usw.)

30,- je Jungtier

  • Werbung und Anzeigen in div. Zeitungen, Homepage

100,-


Wenn alles problemlos verläuft, was leider nicht immer der Fall ist, hat man nochmal gut 700,- bis 1000,- ausgegeben, ehe das erste Kitten verkauft ist.

Auch wenn wir selbst einen Deckkater haben, müssen wir immer mal wieder zum Fremddecken fahren, um frisches Blut in unsere Zucht zu bekommen.

Eine entstehende Differenz, der eventuelle "Gewinn" der übrig bleibt, sollte man als kleinen "Zeit- & Arbeitsaufwand" des Züchters ansehen. Aber in der Regel ist es so, dass der Züchter das Geld wieder in seine Zucht investiert (z.B. für den Kauf neuer Zuchttiere) oder aber spart, um Rücklagen zu bilden für den nächsten Wurf oder andere ungeplante anfallende Kosten seiner Katzen (z.B. Tierarztbesuche oder nötige OPs).

Ein Liebhabertier kostet bei uns 750,-. Dies ist nicht verhandelbar. Dafür garantieren wir Ihnen, dass Sie ein gut sozialisiertes, gesundes und reinrassiges Kätzchen bekommen.

Der Preis für ein Zuchttier, wenn wir mal eines in die Zucht abgeben, liegt deutlich darüber.


Wenn Sie von einem Züchter eine Rassekatze erheblich günstiger angeboten bekommen, ist es klar, wie und wo bei der Aufzucht der Kitten gespart wurde:

Meist werden die Kleinen viel zu früh abgegeben, nämlich bevor die Kosten richtig los gehen und soweit es geht, spart man an den Tierarztkosten. Meist wird gar nicht geimpft oder entwurmt. Von den notwendigen Tests der Elterntiere wollen wir erst gar nicht sprechen. Leider wird in solchen Zuchten durch minderwertiges Billigfutter nicht unerheblich an Futterkosten eingespart. Nicht selten haben diese Züchter keine Hemmungen, ihre armen Zuchtkatzen jedes Jahr zwei bis dreimal werfen zu lassen. Bei seriösen Züchtern sind es maximal drei Würfe in zwei Jahren, da die Katze ein halbes Jahr braucht, um sich vollkommen von der Geburt zu regenerieren.

Wir können nur raten: Hände weg von solch vermeintlichen Billigkäufen!

Nicht selten bringt man das Geld, das man bei solch einem Kauf gespart hat, anschließend doppelt und dreifach zum Tierarzt!

Sie unterstützen bei einem solchen Kauf auch die Unseriösität dieses Züchters, der meistens auch keinem Verein angehört, dessen Satzung er sich unterwerfen müsste. Diese werden nämlich durch den Verein vor Ort kontrolliert.


Erbkrankheiten der Somali & Abessinier


Progressive Retina Atrophie (rdAc-PRA)

Die Progressive Retina Atrophie (rdAc-PRA) ist eine Erkrankung der Netzhaut (Retina), die durch kontinuierliches Fortschreiten letztendlich zur Erblindung führt. Dabei werden die Photorezeptoren des Auges im Laufe der Zeit zerstört. Zuerst verlieren die Stäbchenzellen ihre normale Funktion, im weiteren Verlauf sind auch die Zapfenzellen der Netzhaut betroffen. Betroffene Katzen haben zum Zeitpunkt der Geburt ein normales Sehvermögen. Die klinischen Symptome treten in der Regel im Alter von 1,5 bis 2 Jahren auf. Im Endstadium der Krankheit, meist im Alter von 3 bis 5 Jahren, sind die Photorezeptoren dann völlig zerstört und die Katze erblindet vollständig. Erbgang: autosomal-rezessiv. Für den DNA-Test wird 1ml EDTA-Blut benötigt. Alternativ ist auch die Einsendung eines Backenabstriches möglich.


Pyruvatkinase Defizienz (PK)

Bei dieser Erkrankung, die auch bei Mensch und Hund vorkommt, fehlt den roten Blutkörperchen das Enzym Pyruvat-Kinase, welches für die Energiegewinnung der Erythrozyten wichtig ist. Aufgrund einer beeinträchtigten Glykolyse in den Erythrozyten ist ihre Lebensdauer stark verkürzt, wodurch eine chronische, regenerative hämolytische Anämie hervorgerufen wird. Betroffene Tiere können neben immer wiederkehrenden Symptomen der Anämie wie blassen Schleimhäuten, Schwäche und Müdigkeit auch schwere "hämolytische Krisen" mit Gelbsucht und Fieber entwickeln. Die Anzahl der roten Blutkörperchen kann von normal bis hochgradig vermindert sein. Verdächtig ist eine erhöhte Zahl juveniler Erythrozyten bei einer normalen Erythrozyten-Zahl. Gelegentlich ist eine vergrößerte Milz tastbar. Aufgrund des unterschiedlichen Krankheitsbildes ist es wichtig, dass eine Pyruvatkinase-Defizienz in Betracht gezogen wird, wenn die Routine-Laboruntersuchungen nicht zu einer Diagnose führen. Da es bisher leider keine spezifische Therapie für die PK-Defizienz gibt, ist die zuchthygienische Vorbeugung wichtig. Zeigt ein erkranktes Tier eine schwere Anämie, können Bluttransfusionen lebensrettend sein. Daher ist die Durchführung einer Blutgruppenbestimmung ebenfalls wichtig. Bei betroffenen Tieren sollte sowohl Stress, als auch Risiken von Infektionen vermieden werden, da dadurch möglicherweise hämolytische Krisen ausgelöst werden können. Erbgang: autosomal-rezessiv. Für den DNA-Test wird 1ml EDTA-Blut benötigt. Alternativ ist auch die Einsendung eines Backenabstriches möglich.


Patellaluxation (PL)

Die Patellaluxation (PL) ist eine Missbildung des Kniegelenks bzw. der Kniescheibe (zu locker sitzende Kniescheibe). Nach derzeitiger wissenschaftlicher Erkenntnis wird die Patellaluxation rezessiv polygen vererbt. Betroffene Tiere sollten von der Zucht ausgeschlossen werden. Bei starker Ausprägung (Grad 3) kann es zu Problemen in der Beweglichkeit führen. Ein zertifizierter Tierarzt kann das bei ca. 1-jährigen Katzen testen. Wiederholungsuntersuchungen sollten trotzdem vorgenommen werden.


Ausstellung


An dieser Stelle ein paar Worte zu Katzenausstellungen. Für den Laien stellen sich gerade in Bezug auf Ausstellungen viele Fragen. Ich möchte versuchen, die wichtigsten hier zu beantworten.

Zum einen geht man natürlich mit seiner Katze zu einer Ausstellung, um sie einem Richter vorzustellen, der sie genau betrachtet, gegebenenfalls mit anderen Tieren der gleichen Rasse, dem gleichen Alter und Geschlecht vergleicht und bestenfalls die Note V1 an die Katze vergibt. Die Zweitbeste bekommt die Note V2 und so weiter. Wobei das V hier für "Vorzüglich" steht, gefolgt von Sg für "Sehr gut". Das V1 beinhaltet den, für den Aussteller so begehrten Titelpunkt. Für den Titel "Champion" werden 3 Punkte verlangt. Für den Titel "Internationaler Champion" werden 5 Punkte verlangt.

Gibt es 3 oder mehr Tiere einer Rasse in gleicher Farbe, kann der Richter einen Rassesieg oder "Best in Colour" vergeben. Gibt es keine Konkurrenz in gleicher Farbe und der Richter ist der Meinung, die Katze hätte den Preis auch mit Konkurrenz gewonnen, kann er einen Sonderpreis vergeben.

Der Richter kann die besten Katzen (die er richten durfte) nominieren. Aus ihnen wird dann die "Best in Show" (kurz BiS) gewählt. Hier treten dann Katzen verschiedener Rassen gegeneinander an - nach Haarkategorie und Alter eingeteilt.

LANGHAAR betrifft nur Perser.

SEMI-LANGHAAR, die größte Gruppe, schließt alle Rassen mit halblangem Fell ein. Somali, Heilige Birma, Main Coon, Norwegische Waldkatzen, Ragdoll - um nur einige zu nennen.

KURZHAAR ist die Gruppe der Abessinier, Thai, Siamesen, Burma, Bengalen, BKH - um nur einige zu nennen.

Aus der jeweiligen Kategorie wird, nach Geschlecht und Alter (Würfe, Kitten, Erwachsene, Kastraten) getrennt, die BiS gewählt. Aus den Siegern der BiS wird dann der "Best of Best" (kurz BoB) ermittelt. Die beste Katze jeder Haarkategorie hat jetzt noch die Möglichkeit auf das "Best over all", die schönste Katze der Ausstellung zu werden.

Dies nur in aller Kürze, um den groben Ablauf zu erklären.


Weitere Gründe auf Ausstellungen zu gehen, sind das Treffen der Züchter, der Austausch, sich andere Katzen der eigenen Rasse anzusehen und die vielen schönen Katzen anderer Rassen zu betrachten. Man möchte die eigene Cattery bekannt machen und es ist ein guter Ort, um mit Interessenten ins Gespräch zu kommen. 

Auch wir gehen ab und zu auf Ausstellungen, aus den oben genannten Gründen und um die begehrten Punkte zu erringen. Leider ist nicht jede Katze über diese Idee sehr erfreut. Kein Wunder, kommt doch zu der Autofahrt im geschlossenen Behälter, eine Tierarztkontrolle, das eingesperrt sein im Käfig, die vielen Besucher und das immer wieder zum Richter getragen werden, dazu.

Wir versuchen den Stress durch möglichst kurze Fahrten zur Ausstellung für unsere Lieblinge erträglicher zu machen. Wenn eine Samtpfote so gar keinen Gefallen daran finden will, darf sie zu Hause bleiben und wird nicht mehr ausgestellt.